Spicher-Tinguely in Australien 🙃

Die letzten drei Wochen sind wir nördlich von Perth herumgereist, wo uns meist ein starker Ostwind um die Ohren blies — selbst an der prallen Sonne war es nie heiss. Und im Schatten, besonders abends, ziemlich kühl.

Damit sind unsere fast sechs Monate "Auszeit" leider schon vorbei 😢. Wer hat an der Uhr gedreht? 😵.

Wir hatten viele viele Highlights erlebt: ein spektakuläres Land, das nur so von wunderschönen Landschaften, sehenswerter Flora und bunter, ungewohnter Fauna sowie zahllosen atemberaubenden Stränden strotzt. Auch die Leute selber, die Aussie's, waren kontaktfreudige, aufgestellte Zeitgenossen, die immer für lustige und auch seriöse Gespräche offen waren.

Wir werden unser Vagabunden-Leben vermissen: das Bier, die Sonne, die Strände, den Sand, die Vögel, die Leute, die Strasse, unseren Camper 🚌, das Freiheitsgefühl... und alles andere 🧡. Sobald wir wieder genug Geld zusammengespart haben, wer weiss, dann kommen wir nochmals?

Wir danke allen 💐, die unsere Reise verfolgt haben und hoffen, dass Euch die vielen Fotos gefallen haben. (Christian jedenfalls hat sehr viel Zeit für diese investiert 😅).

Best-Of-Gallerie 💖

Wir haben von allen Bildern unserer Reise die besten zusammengestellt

 
21. Mar 2018:

Spicher-Tinguely in Australien 🙃

Hui, die zwei Wochen in Neuseeland waren schneller um als wir "Scheisswetter" sagen konnten. Dafür waren die fünf Tage in Melbourne warm und sonnig, wir konnten diese Grossstadt mit vielen Hochhäusern geniessen: die Stimmung der Menschen ist fröhlich und sympatisch.

Inzwischen sind wir weitergeflogen und touren nun noch die Westküste ab. In Perth sind wir gelandet, haben unseren grösseren Camper gefasst und uns gen Süden aufgemacht.

Leider scheint uns das Wetter zu folgen — auch hier im Süden von Perth ist es gerade ungewöhnlich kalt und windig 😰... wir mussten zum ersten Mal eine warme Bettflasche machen wenn wir ins Bett gingen 😱. Sogar Christian bibberte schon, und das will schon was heissen! Mhhh.... "heissen". Was für ein schönes Wort 🙂

28. Feb 2018:
19. Feb 2018:
18. Feb 2018:
13. Feb 2018:

Videos

In Fremantle und Yallingup hat Christian den Sonnenuntergang mit je über 100 Fotos aufgenommen und daraus ein Video kompiliert. Die Videos sind "nur" 3 MB sowie 5 MB gross und sie laden erst, wenn man auf sie drauf klickt (Abspielen).

Für Interessierte: mit Hilfe des freien Open Source Programms FFmpeg kann man aus einer Serie von Bildern solche Videos erstellen 🤓

10. Feb 2018:

Perth & Westaustralien

Unser letzter kleiner Toyota-Campervan von Apollo gefiel uns ganz gut und war für Fahrmanöver fast genauso frech wie ein kleines Auto. Aber halt auch eng wie ein 🐰 Karnickelbau.

Für die letzten immerhin sechs Wochen wollten wir uns dann aber noch etwas mehr Luxus gönnen und entschieden uns für einen umgebauten Mercedes-Lieferwagen von Britz, der sich vor Ort dann als Maui entpuppte.

Tja und unser Maui ist mit seinen etwas mehr als sieben Metern Gesamtlänge nicht mehr ganz so wendig und spritzige Fahrmanöver sind passé. Parkieren auf normalen Feldern ist auch nicht mehr drin, übergrosse oder zwei hintereinander liegende Parkfelder müssens nun schon sein... hört sich krass übel an, ist aber in Australien machbar. In Städten herumfahren macht aber deutlich weniger Spass 😓

Auf der Plusseite haben wir dafür nun:

  • ein WC an Bord — gerade nachts ein Riesenvorteil ist, wenn man nicht mehr "raus in die Kälte" muss und nach zweihundert Metern hin und zurück hellwach ist... 😅
  • ein grosses Bett, das wir nicht mehr jeden morgen abräumen müssen
  • begehbare Fahrkabine, was unterwegs sehr praktisch ist
  • eine etwas grössere Küche... nicht viel, aber etwas
  • viel mehr Platz ... keiner muss den Wagen mehr kurz verlassen, damit sich der andere kurz bücken kann 😄
  • Ach ja und Christians Lieblingsvorteil: dank einem kleinen Tisch kann er auch abends noch auf dem Computer Fotos sortieren und bearbeiten sowie 🖔 luschtige Texte schreiben.

Neue Brille

Endlich, nach mehr als einer Woche durfte ich meine neue Brille 👓 in einer SpecSavers-Niederlassung in Perth abholen. Bei der Gelegenheit konnte ich schon mal unseren riesigen Campervan in der Innenstadt herumfahren und Nerven-Mana aufladen...
Die neue Brille? Naja, sie ist für meinen Geschmack ein bisschen zu klassisch und etwas bieder, aber sie ist halt mondän und äusserst leicht (mein Hauptkriterium) und günstig dazu.

9. Feb 2018:

Melbourne

In Melbourne ist eine sympatische Grossstadt mit — trotzdem — gemütlichem Flair und fröhlicher Stimmung. Hier sind wir das erste mal ohne eigenen fahrbaren Untersatz unterwegs, wir müssen uns ganz auf öffentliche Verkehrsmittel verlassen. Und für australische Verhältnisse hat der gemeine ÖV-Benützer in dieser Stadt sehr preiswerte und praktische Trams zur Verfügung.

Im Zentrum darf man die Trams sogar gratis benützen... da unser Hotel und alle städtischen Highlights in der "Gratis-Tram-Zone" sind, müssen wir für Transport fast nie etwas berappen.. ähm, heisst hier wohl "be-centen" 🙄?.

Glücklicherweise sowie dummerweise findet während unseres Aufenthaltes gleichzeitig das Australian Open statt. "Glücklicherweise" weil dadurch ganz schön was los ist in der Stadt (inklusive Public Viewing) — sowie "dummerweise" weil es dadurch auch bei jeder Sehenswürdigkeit rappelvoll ist 😄

Roger Federer haben wir aber nicht getroffen 🙈. Um ein Haar hätte sich Regula ein Ticket für einen Australian Open Viertelsfinal geleistet, doch die Tickets waren leider alle vergriffen. Besser gesagt glücklicherweise, denn Roger Federer hat den Koreaner Chung zunächst vom Platz gefegt, dann gab dieser verletzungsbedingt nach nur 62 Minuten Forfait. Die Fans waren natürlich enttäuscht und Regi wäre es erst recht gewesen 😉


Eureka Skydeck 88

Das höchste Gebäude von Melbourne bietet auf dem (fast) obersten Stockwerk eine atemberaubende Aussicht, für die der Eintritt von 24 $ lohnenswert ist. Christian musste nachmittags (natürlich) alleine hochgehen und hat dort auch ein paar tolle Fotos geschossen.

Positiv überrascht und beinahe schockiert war er dann, als er kurz vor Sonnenuntergang nochmals hinwollte (für nur 5 $ darf man am selben Tag erneut rein) und seine ganze Kunst der Überzeugung in das aussichtslose Unterfangen investierte, Regula soweit zu motivieren, damit sie da hochkommt, und Regula entgegen allen Erwartungen auch tatsächlich zusagte und mit ihm zusammen hochfuhr 😵 — das war schon ein Ding! 😀

Dass Regula nicht nur kurz hochfuhr, sondern über eine Stunde obenblieb und schliesslich sogar die Aussicht zu geniessen begann... war einfach nur noch fantastisch. Regula ist über sich hinausgewachsen! 😘

Great Ocean Road

340 $ und 560 km waren uns die Reise durch die Great Ocean Road wert — eine, wenn nicht die schönste Küstenstrasse der Welt. Mangels Auto oder Camper mussten wir eine Tour buchen und haben uns für Grayline entschieden. Was eine teure, aber gute Entscheidung war. Komfortabel im Bus fuhren wir gen Süden und wurden vom Fahrer non stop (beinahe) mit interessanten Details zur Reise und Anektoten unterhalten.

Eine weniger guter Enscheidung war der Zeitpunkt. An diesem Tag war das Wetter kühl und der Himmel bedeckt. Bis kurz vor Mittag blieb es bewölkt und windig, die Aussicht auf die berühmte und üblicherweise grandiose Great Ocean Road war besch***eiden!   😢 Christian's Laune war auf einem Tiefpunkt angelangt ...😤

Gegen Mittag began es dann endlich aufzutun, gerade rechtzeitig als wir zu den Zwölf Apostlen kamen, unbestreitbar das Highlight der Reise. Dadurch gab es auch (doch noch) schöne Fotos 😁 .

22. Jan 2018:

Sydney Zoo

Unser Besuch im wunderschönen Zoo von Sydney war wirklich toll. Dieser Zoo ist zwar relativ klein, aber die phänomenale Lage mit Blick auf die Stadt alleine sind bereits die Anreise wert. Die Shows, welche die Tierpfleger jeweils veranstalten, waren voller Passion und Freude - beides geht auf die Zuschauer über.

Gerade die Seehunde- und -Löwen-Show sowie die Vogelshow waren fantastisch.

Achtung, Christian hat hier — Überraschung! — vorallem Tiere fotografiert ;-)

11. Jan 2018:

SydNYE

Hurra wir haben SydNYE überlebt. Besser gesagt das Silvester-Feuerwerk. Oder genauer gesagt: das lange Warten! Morgens um neun machten wir uns auf den Weg, kurz nach elf waren wir an der Hafen-Bucht direkt neben der Harbour-Bridge mit Sicht auf das Opern-Haus vis-a-vis. Dann hiess es: warten und das kleine Territorium verteidigen. Die Hitze war teilweise enorm, meist liess das Wetter aber Gnade walten und Schleierwolken beschatteten die Menge etwas.

Nach mehr als dreizehn Stunden endlich: das New-Years-Eve-Feuerwerk begann endlich. Bombastisch, fantastisch, überragend, herrlich verschwenderisch, ein gigantisches Farben-Spektakel! Zwölf Minuten später war alles vorbei. Nun hiess es: auf den Zug warten um endlich nach Hause ins Bett zu kommen (um knapp vor vier waren wir endlich in den Federn ;-)

So stolz Christian auch auf seine Fotos sind - sie sind einfach nur schlecht verglichen mit dem eigenen Erlebnis. Seht Euch das Feuerwerk auf Youtube an, dann versteht ihr wieso:

Tja, einen Helikopter müsste man haben. Oder eine Drohne?

Sydney

Sydney ist eine Millionenstadt, laut, riesig, bunt und eine Weltstadt. Die Leute hier sind nicht typisch australisch, sondern typische Grossstädter. Es ist eine tolle Stadt, mit einem guten ÖV-System und interessanter, imposanter und abwechslungsreicher Architektur. Es macht Spass herumzulaufen und die Stadt zu sehen und erleben.

Den Orkan an Sinneseindrücken — visuelle, Lärm, Abgase — kann man nach einer Weile aushalten und es sogar geniessen. Aber nach wenigen Stunden ist man physisch und psychisch erschöpft; abends fallen wir totmüde ins Bett.

Es ist eine tolle Stadt, die man einfach einmal (üb)erlebt haben muss. Aber uns ist es hier zu ungemütlich, zu ungrün und zu laut, als dass wir nicht ein bisschen froh wären, wieder weiterzureisen...

30. Dez 2017:

Besuch in Lismore

Am 18. Dezember, kurz vor Weihnachten, trudeln wir bei Christians ehem. Schulkollegen und Familie ein: trotz dieser terminlichen "Unzeit" empfangen uns die Deblaises herzlich: das war alles andere als selbstverständlich und wir geniessen die drei Tage bei Greg, Aga, Malcom und Boomba.

Wir durften sogar mithelfen, Malcoms eigenen Weihnachtsbaum mitzuschmücken (ja, Malcom hat einen eigenen Weihnachtsbaum!)

29. Dez 2017:

Spicher-Tinguely in Australien

Das Northern Territory sowie Queensland haben wir bereits hinter uns, nun bereisen wir New South Wales und werden Sylvester voraussichtlich in Sydney sein.

Weihnachten-am-Strand wurde leider nicht wie geplant und ist regelrecht ins Wasser gefallen: ein heftiges Unwetter wütete den ganzen Tag und die ganze Nacht, es kübelte und heftige Böen schüttelten unseren Van durch kräftig durch. Pech. (Regula schlief kaum, Chris liess sich wenig beeindrucken :-)

Abgesehen von dieser kurzen Episode hatten wir bislang aber immer grosses Wetterglück.

27. Dez 2017:
24. Dez 2017:
19. Dez 2017:
12. Dez 2017:
7. Dez 2017:
30. Nov 2017:

Bei einem Zwischenstop laufen wir ca. einen Kilometer in einen gut ausgebauten Dschungelpfad — in der Hoffnung, den manchmal anzutreffenden Cassowary in natura zu sichten.
Der Helm-Kasuar ist der drittgrösste Vogel der Welt, aber zweifelsohne der prächtigste. Und tatsächlich finden wir direkt auf dem Pfad ein-paar-Tage-alte Kothaufen, doch einen Cassowary treffen wir im Dschungel leider keinen.

Als wir die Hoffnung schon aufgegeben haben und schon fast zurück beim Auto sind stolpern wir wider aller Erwartung doch noch über ein stattliches (und glücklicherweise einzelnes) Exemplar das auf einer Lichtung direkt am Weg Früchte pickt. Es erweist sich als überraschend unscheu und lässt sich (mit etwas Geduld) willig ablichten. Wahnsinn!

Nach einer halben Stunde Fotografiererei schleicht sich Chris davon um sein Portraitobjektiv zu holen, bei seiner Rückkehr erschrickt der Vogel plötzlich und macht sich von dannen. Schade.
Aber Christian ist überglücklich über diesen Foto-Fang :-)

27. Nov 2017:
25. Nov 2017:

Spicher-Tinguely in Australien

Unsere Reise durch das Northern Territory ist schon seit fast einem Monat vorüber und wir waren inzwischen zwei respektive drei Wochen in der Englischschule. Während Christian drei Tage im äusseren Barrier Riff getaucht ist, hat Regula eine Woche länger gepaukt.

Nach dieser schönen und etwas gemütlicheren Zeit mussten wir uns von unserer Gastfamilie verabschieden: Ros und Richard Bockman haben uns verwöhnt und wir fühlten uns nach kürzester Zeit wie zuhause — nun haben wir unsere zweiten Campervan angeheuert und machen uns nun für sechs Wochen auf die Reise entlang der Ostküste.

23. Nov 2017:

Die letzte unserer drei Wochen in Cairns ging Christian für drei Tage ohne Regula ins äussere Great Barrier Reef. Obwohl es da längst nicht mehr so schön bunt und dicht bewohnt ist wie noch vor zwanzig Jahren, gab es dennoch sehr viel schönes zu sehen und zu entdecken.

Leider war das Wetter zunächst bedeckt, was Christians GoPro arg Mühe bereitet hat: zuwenig Licht. Fast alle der ersten tausend Fotos waren total verwackelt — die Bilderausbeute ist daher enttäuschend mager ausgefallen.

18. Nov 2017:
17. Nov 2017:
16. Nov 2017:
9. Nov 2017:
4. Nov 2017:
2. Nov 2017:

Unser Campervan

Unser kleiner Toyota-Campervan ist ein Winzling und bietet (offiziell) Platz für vier Personen. In der Praxis reicht der Platz allerdings für eineinhalb Personen (was irgendwie passt da Regula in etwa halb so schwer ist wie Christian).

Der Luxus hält sich in Grenzen, genau wie das Platzangebot. Man muss Toyota Respekt zollen, dass sie es geschafft haben, auf so wenig Raum eine Küche, zwei Doppelbetten, einen grossen Wassertank sowie eine passable Fahrgastzelle unterzubringen.

Zu den Betten kann man sagen: man merkt, dass die Japaner klein sind. Ernsthaft: wir schlafen oben über der Fahrgastzelle und die Füsse haben keinen Platz — wenn man auf dem Rücken liegt, muss man die Beine verdrehen wie Charlie Chaplin.


Fotos aus Australien

Die ersten Fotos aus Darwin und Region sind endlich da :)

1. Nov 2017:

Spicher-Tinguely in Australien

Seit einiger Zeit sind wir nun schon im Northern Territory in Australien unterwegs. Von Darwin gings los nach Süden.

Dummerweise ist das Internet in Australien noch nicht entdeckt worden :-). Nee ernsthaft, WiFi ist auf den Zeltplätzen hier alles andere als üblich. Die meiste Zeit gibts gar keines (gerade Anbieterwechsel, kaputt oder ganz einfach 'habnwirnich'). In den ganz wenigen Ausnahmen wo es freies WiFi gab war das Datenvolumen so stark beschränkt, dass an Homepage hochladen nicht zu denken war. (100mb pro Tag? Die waren auf meinem Laptop schon verbraucht, nachdem ich alle Programme gestartet hatte!)

In der Zwischenzeit findet Ihr hier ein paar gute Gründe Australien einen Besuch abzustatten: Oh, Australia...